Medical Valley Hechingen - Akademie bietet Seminate für Medizintechniker

Praktikumsbörse des Medical Valley Hechingen – Medizintechnik-Studenten informieren sich vor Ort

Geschäftsführer Alexander Maute führte die Medizintechnik-Studenten durch die Firma Joma-Polytec "Klagen hilft nicht", erklärt Alexander Maute, Geschäftsführer der Bodelshauser Firma Joma-Polytec und Schriftführer der Medical Valley Hechingen Akademie e.V. Und meint damit Klagen über fehlende Fachkräfte, in diesem Fall studierte Medizintechniker bzw. solche, die ihr Praktikum im Medical Valley Hechingen machen möchten. Darum organisiert die Medical Valley Hechingen Akademie e.V. seit Jahren Praktikumsbörsen für die Studenten des interuniversitären Studiengangs "Medizintechnik" der Universitäten Tübingen und Stuttgart an.

Während die Praktikumsbörse in den vorangegangen Jahren als kleine Messe in der Villa Eugenia ausgerichtet wurde, wurde am vergangenen Freitag ein neues Modell ausprobiert: die Studenten haben drei Firmen besucht und sich vor Ort über die Arbeit der medizintechnischen Betriebe informiert. Am Freitag waren dies die Firmen Gambro und Jotec in Hechingen und Joma-Polytec, deren Firmenneubau zu Teilen auf Gemarkung Bodelshausen und zu Teilen auf Hechinger Markung erstellt wurde. Das Modell der Firmenbesuche soll in Zukunft mit jeweils wechselnden Firmen beibehalten werden.

In Bodelshausen wurden die rund 25 Studenten, die von Professor Konrad Kohler vom Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin begleitet wurden, von Geschäftsführer Alexander Maute von Joma-Polytec empfangen. Der Familienbetrieb mit 450 Mitarbeitern, davon 48 in der Entwicklung, setzt 92 Mio. Euro im Jahr in den Geschäftsbereichen Kunststofftechnik, Hydromechanik und Extrusion um. Bei letzterem handelt es sich um die Herstellung von Isolierprofilen für Fenster und Fassaden. Und auch wenn die Umsätze in der Medizintechnik mit 11 % gegenüber Automobil mit 58 % und Idustrie/Bau mit 31 % noch vergleichsweise klein sind, betont Maute: "Wir wollen in der Medizintechnik expandieren." Joma-Polytec liefert Spritzgussteile aller Art – auch aus der hauseigenen Reinraumfertigung - für die medizintechnischen Firmen im Medical Valley Hechingen.


Keine typische Medizintechnikfirma also, aber Alexander Maute stellte bei der Betriebsausführung an absolut jedem Punkt in der Firma die Bezüge zur Medizintechnik her, seien es die vielen Kunststoffe aller Art, die technisch-physikalischen Gemeinsamkeiten bei Materialeigenschaften und Flüssigkeitsverhalten und so weiter. Produziert wird in höchster Fertigungstiefe und mit minimalster Lagerhaltung. Sprich: von der ingenieursmäßigen Entwicklung und Konstruktion über den Werkzeugbau bis hin zur Produktion kommt alles aus einer Hand. Und in eine Richtung, die Firmenanlage ist auf maximale Produktivität hin konzipiert.
Nach der Herstellung hört es noch lange nicht auf: Qualitätssicherung steht heute an erster Stelle, natürlich ganz besonders in der Medizintechnik, nicht minder aber z.B. im Automobilbau. Das Messen, Prüfen und Dokumentieren der fertigen Produkte nimmt daher einen gewichtigen Platz ein.


Die Studenten aus Tübingen und Stuttgart zeigten sich auf alle Fälle beeindruckt von den besuchten Firmen. Der Veranstalter, die Medical Valley Hechingen Akademie e.V., setzt darauf, dass der eine oder die andere der Besucher und Besucherinnen sich im "Medical Valley" um einen Praktikumsplatz bemüht. Der Verein macht sich auch in anderer Weise um junge Menschen verdient: jährlich wird der Jürgen-Weber-Preis ausgelobt, dort werden die besten Berichte von Schülern über Berufspraktika ausgezeichnet.

Informationen zum Medical Valley Hechingen und über den Studiengang Medizintechnik finden sich hier:

www.medical-valley-hechingen.de
www.uni-medtech.de

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